Questioning the merits of emancipation

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Neuerer Forschung im Bereich der Humanentwicklungs-Theorie zufolge sind die Qualität der Zivilgesellschaft und der Demokratie einer Gesellschaft eng verbunden mit weitergehenden emanzipatorischen Tendenzen in dieser Gesellschaft (Vergleich Inglehart & Welzel 2005, vollständige Literaturangabe siehe Anhang).

Für den Kurs “Secondary Data Analysis” habe ich mir mit meinen Studienkollegen Lisa Heindl, Anja Jungermann und Henrik Mädler ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Verzüge von emanzipatorischen Prozessen in Frage zu stellen. Wir stellen die Hypothese auf, dass der Einfluss dieser Prozesse auf Demokratie und Zivilgesellschaft mit steigender Emanzipation abnimmt, oder sich sogar ins Gegenteil verkehrt. Technisch gesprochen nehmen wir an, dass das R-quadrat über verschiedene Level der unabhängigen Variablen abnimmt.

Held, Heindl, Jungermann & Mädler (2006)

Visualization: Held, Heindl, Jungermann & Mädler (2006)

Um diese Annahme zu testen haben wir umfangreiche statistische Analysen der vier ersten Wellen der World Values Survey (WVS) unternomme. Die Daten hat uns freundlicherweise unser Lehrer Prof. Dr. Chris Welzel zur Verfügung gestellt hat, der auch Mitglied im Führungsgremium der WVS Gesellschaft ist.

Sehr zu unserem Bedauern ist es uns leider im Rahmen dieses Projektes nicht gelungen unsere Hypothese durch quantitative Analysen zu unterstützen. Letztlich haben wir 18 Seiten “null-findings” produziert. Von diesem kleinen Rückschlag unbeeindruckt war das Projekt für mich aber sicher sehr lehrreich, gleichermaßen hinsichtlich theoretischer Argumente wie in Bezug auf die statistiche Methodik. Um ehrlich zu sein habe ich es auch noch nicht völlig aufgegeben, die Vorzüge von emanzipatorischen Prozessen wie Inglehart und Welzel sie hochhalten (2005) als reinen Aufhol-effekt zu entlarven.

Ich bin dankbar für die umfangreiche Unterstützung durch unsere Lehrer Prof. Dr. Petra Lietz und Prof. Dr. Chris Welzel, ohne deren intensive Betreuung wir dieses Projekt nicht hätten fertig stellen können. Die Zusammenarbeit mit meinen Kommillitonen (und Freunden) war wie so oft inspirierend und effizient. Für Eure Geduld und Durchhaltevermögen vielen vielen Dank, Lisa, Anja & Henrik!

Anbei finden Sie das vollständige Essay bereit zum Download.

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